Mobilitätskonzept Hildesheimer Süden

FAQs

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Mobilitätskonzept sowie zu aktuellen Themen einer nachhaltigen Mobilität.

Informieren Sie sich!

Multimodalität

Multimodalität bedeutet, dass einer Person verschiedene Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, mit denen sie verschiedene Wege zurücklegen kann. Multimodal ist jemand unterwegs, wenn er für den Weg zur Arbeit mit dem Auto fährt, für den Einkauf zu Fuß geht, mit dem Fahrrad zur Kita fährt und für den Weg ins Fitnessstudio den Bus nimmt.

Intermodalität

Intermodalität bedeutet die Verkettung verschiedener Verkehrsmittel für einen Weg. Eine Person ist dann intermodal unterwegs, wenn sie beispielsweise mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle fährt und nach der Busfahrt zu Fuß von der Haltestelle zum Zielort geht.

Mobilitätsstation (Mobility Hub)

Das englische Wort „Hub“ bedeutet Knotenpunkt bzw. Drehscheibe. Ein Mobility Hub bzw. eine Mobilitätsstation ist ein Mobilitätsknotenpunkt, an dem unterschiedliche Verkehrsangebote gebündelt werden. Am Knotenpunkt kann zwischen den verschiedenen Mobilitätsangeboten gewechselt werden. Damit werden intermodale Wegeketten, die ein möglichst flexibles Nutzerangebot bieten, unterstützt.

Eine Mobilitätsstation kann unterschiedliche Angebote bereitstellen. Von der einfachen Kombination einer Bushaltestelle mit Fahrradabstellanlagen bis hin zu einem Gebäude mit Ladesäulen für E-Mobilität, Bike-Sharing, Car-Sharing oder E-Scooter-Sharing, ggf. Stellplätzen für Pkw und weiteren Angeboten wie einem Service- und Beratungspoint, Kiosk, Café, einer Fahrradwerkstatt oder Paketstation ist alles möglich.

Ziel und Zweck dieser Knotenpunkte ist eine möglichst effiziente Nutzung des vorhandenen Raumes und die Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Mobilitätsangeboten zu entscheiden und Verkehrsmittel miteinander zu verknüpfen.

ÖPNV

ÖPNV ist die Abkürzung für Öffentlichen Personennahverkehr. Hiermit sind Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen und U-Bahnen gemeint.

SPNV

SPNV ist die Abkürzung für Schienen Personennahverkehr. Hiermit sind die Regionalverkehre der Bahn und anderer Anbieter gemeint.

Sharing-System

Sharing bedeutet Teilen. Mit einem Sharing-System ist das organisierte Teilen von Fahrrädern, Autos, Rollern etc. gemeint. Sharing-Systeme ermöglichen, auf das eigene Fahrzeug (Auto/Fahrrad/Roller) zu verzichten, da bei Bedarf eins ausgeliehen werden kann. Das Ausleihen der Fahrzeuge funktioniert nach einmaliger Anmeldung/Registrierung häufig unterstützt durch eine App, eine Nutzerkarte oder telefonisch.

On-Demand-Verkehr

„On-Demand“ bedeutet „Auf Nachfrage“. Ein On-Demand-Verkehr ist ein Verkehr, der nur bei Bedarf durchgeführt wird. In der Regel erfolgt die Personenbeförderung unabhängig von einem Fahrplan auf Nachfrage. Die Fahrgäste können haltestellenunabhängig ein- und aussteigen. Die Organisation eines On-Demand-Verkehrs findet meistens über eine App statt, durch die ein Fahrzeug zum gewünschten Ort bestellt werden kann. Insbesondere für ländlich geprägte Räume ist der On-Demand-Verkehr zur Erhaltung der Daseinsvorsorge von Bedeutung. Aber auch in Schwachverkehrszeiten mit geringer Nachfrage kann dieser ein gutes Angebot ermöglichen.

Ruhender Verkehr

Als ruhender Verkehr werden geparkte, haltende und nicht fahrbereite Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr bezeichnet. Dabei tritt der ruhende Verkehr nicht nur im Kfz-Verkehr (Parken, Liefern und Laden) auf, sondern auch bei den nichtmotorisierten Verkehrsmitteln, insbesondere dem Fahrrad (Fahrradparken) und mit wachsender Bedeutung auch bei der Mikromobilität (E-Scooter) auf. Die Organisation des ruhenden Verkehrs, vor allem des ruhenden Kfz-Verkehrs, ist essentiell für die Qualität öffentlicher Räume, da oft zwischen 20 und 40 Prozent des Straßenraums für Parken in Anspruch genommen wird.